Mit welchem Grill das Brutzeln am meisten Spaß macht, kommt auf die persönlichen Vorlieben an. Gasgrill oder
Elektrogrill sind die beste Wahl für Ungeduldige: Sie erreichen schon nach wenigen Minuten die optimale Temperatur. Ist das Gerät mit einem
Deckel ausgestattet, gart das Fleisch noch schneller und gleichmäßiger. Beide Gerätetypen gibt es auch als Tischausführungen - so fällt die
Grillparty bei schlechtem Wetter nicht ins Wasser. Kleiner Nachteil des Elektrogrills: Da er an das Stromnetz angeschlossen wird, ist er für ein
leckeres Essen im Wald oder am Strand nicht zu gebrauchen.
Wer es gemütlich und flexibel mag, wählt am besten einen Holzkohlegrill. Das Anglühen der Kohlen, das Knistern der Glut
und der typische Grillduft trösten über die längere Wartezeit hinweg, die die Holzkohle braucht, um auf die richtige Temperatur zu kommen. Hat
sich auf der Glut eine feine, weiße Schicht gebildet, ist dieser Zeitpunkt erreicht. Ob als Rundgrill, Trichtergrill oder fahrbarer Wagen:
Wichtig ist der Windschutz am Gerät. Sonst steigt dem Chefkoch nicht nur der Holzkohlenduft, sondern auch die Asche in die Nase.
|
Eine Alternative zum stehenden Holzkohlegrill ist der Schwenkgrill. Hier werden Fleisch und Gemüse durch die ständige, leichte Bewegung
besonders schonend zubereitet. Anstelle eines Rosts kann man auch mit einer gusseisernen Pfanne grillen. Diese hat eine besonders gute
Wärmeleitfähigkeit. Das reduziert die Garzeit. Zudem verhindert die Pfanne, dass Fett in die Glut tropft - so kommt es nicht zu ungewollter
Rauch- und Flammenbildung.
Spezielles Grillbesteck schont die Finger und das Grillwürstchen. Zur Grundausstattung gehören Zange, Gabel und Wender, jeweils mit
einem langen Griff, sowie ein Grillhandschuh und eine strapazierfähige Reinigungsbürste. Spezielle Fisch- und Gemüsebräter verhindern, dass das
empfindlichere Grillgut auseinander und in die Glut fällt.
Gerade beim Grillvergnügen steht die Sicherheit an erster Stelle. Schlimmste Verbrennungen können die Folge sein, wenn sogenannte
"Beschleuniger" wie Spiritus oder Benzin eingesetzt werden. Profis entzünden die Holzkohle mit speziellen Anzündwürfeln, wobei auch ein sog.
Anzündkamin zum Einsatz kommen kann. Dieser wird zur Hälfte mit Grillkohle befüllt, auf die brennenden Würfel gesetzt und produziert dann
binnen 20 Minuten ausreichend Kohleglut für die weitere Befüllung des Grills.
Beim Kauf von Holzkohle sollte man auf das DIN-Zeichen achten, damit man statt etwa gleichgroßer Kohlestücke nicht einen Papiersack mit
Kohlestaub und Kohlebröseln erwischt. Hersteller, die sich an diese Norm halten, lassen ihre Kohle regelmäßig auf schädliche Stoffe wie Bitumen
oder Holzschutzmittel überprüfen. Die Alternative zur Holzkohle sind sog. Grillbriketts, die aus Kohlenstoffkonzentral bestehen und über eine
große "Heizkraft" verfügen.
Dass neben jedem Grill ein Eimer mit Wasser stehen sollte, kann nur angeraten werden. Denn man weiß ja nie! Asche darf natürlich erst
dann entfernt werden, wenn sie absolut erkaltet ist. Asche mit "nur ein wenig Glut" hat schon machen Kunststoff-Mülleimer durchlöchert. |