Laminatböden und was man darüber wissen sollte
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Laminat, jeder kennt es und viele haben es bei sich zu Hause als Bodenbelag liegen. Die wenigsten wissen jedoch, wie ein Laminatbodenpaneel
aufgebaut ist, was die Qualität eines Laminats kennzeichnet oder wie es mit dem Schallschutz steht. Oft stellt sich zudem die Frage, wie sich
der Laminatboden mit einer Fußbodenheizung verträgt oder wie der Boden gereinigt werden darf. Wer seinen Laminatboden selbst verlegt, steht
vor der Entscheidung, ob er die Paneele zusammenklicken oder -kleben soll. Zuvor hat man jedoch die Qual der Wahl: "Welches der zahlreichen
angebotenen Dekore soll ich nehmen?". Parkett ist weniger strapazierfähig und im Vergleich zu Laminat teurer. Wer aber dennoch nicht auf das
Flair einer Holzoptik verzichten will, für den stehen zahlreiche Holzdekore zur Verfügung. Ob Schiffsböden, Landhausdielen oder Antikdielen,
ob Eiche, Ahorn, Kirsche oder Nußbaum, es gibt keinen Unterschied zum Parkett. Außer daß Parkett aus echtem Holz besteht und Laminat aus
Kunststoff. Wie wäre es zudem mit einem Mamor- oder Granitboden? Auch dies ist möglich mit Laminatböden. Selbst Nudeln, Tomaten für die Küche
oder lustige Comicfiguren fürs Kinderzimmer findet man auf Laminat.
Qualität eines LaminatbodenUm guten von schlechtem Laminatboden unterscheiden zu können, gibt es seit einigen Jahren die DIN EN 13329. Motor für die Ausarbeitung der Norm war der Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller EPLF. Der Verband ist jedoch nicht der Verband aller Hersteller von Laminatfußböden, sondern nur von einigen. Die Norm stellt allerdings keine Rechtsnorm dar, sondern nur eine Empfehlung. Durch die DIN EN 13329 wird dem Kunden allerdings ein Qualitätsvergleich ermöglicht. So kann er leichter den für seine Ansprüche richtigen Boden finden. Qualitätsmerkmale eines Laminatbodens sind beispielsweise das Verhalten gegenüber Zigarettenglut, Fleckenunempfindlichkeit, UV-Lichtbeständigkeit, Kantengradheit, Druckfestigkeit, Eignung für Fußbodenheizung oder Stuhlrollenfestigkeit. Wesentlicher Bestandteil der Norm sind die Beanspruchungsklassen. Man unterscheidet zwischen Wohn- und Gewerbebereich bei starker, mittlerer und mäßiger Beanspruchung. Die zugehörigen Piktogramme finden Sie hier. |
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Aufbau eines LaminatbodensWie das Paneel hergestellt wird und sich der genaue Aufbau darstellt, ist für die Bezeichnung "Laminat" nicht von Bedeutung. Laminate können daher in unterschiedlichen Produktionsverfahren hergestellt werden. Unter Laminat versteht man lediglich einen schichtweise angeordneten und mit einem Bindemittel versehenen Werkstoff. Grundsätzlich ist der Aufbau einer Laminatpaneele folgendermaßen: Die oberste Schicht bildet eine hochstrapazierfähige langlebige Deckschicht beispielsweise aus Melaminharz. Schließlich muss der Boden einiges ertragen wie Zigarettenglut, Pfennigabsätze, rollende Schreibtischstühle und einiges mehr. Die zweite Schicht bestimmt die Optik des Laminats. Sie besteht aus einem Dekorpapier, das in einem der zahlreichen beschriebenen Designs bedruckt ist. Die nächste Lage hält die Paneele zusammen und ist die trägerschicht. Sie sorgt dafür, daß das Laminat formstabil und druckfest ist. Als trägerschicht kommen beispielsweise eine HDF-Platte oder eine Sperrholzplatte in Frage. Die trägerplatte ist mit einem Nut- und Federprofil versehen, oder, bei leimloser Verlegung, mit einem Click-System. Die Unterseite bildet der Gegenzug, der dafür sorgt, daß keine Feuchtigkeit von unten in das Laminat eindringen kann. Wie die Deckschicht kann auch der Gegenzug aus Melaminharz bestehen. |
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Laminatbodenverlegung ohne LeimZunehmender Beliebtheit erfreut sich das Verlegen des Laminatbodens ohne Leim. Mit einem Klick sind die Paneele verbunden. Der Arbeitsaufwand verringert sich somit beträchtlich. Das herkömmliche Laminat wird durch eine Verschiedene Hersteller bieten unterschiedliche Klicksysteme an. Bei einigen Systemen werden die Paneele zunächst schräg angelegt, um dann beim Herunterklappen zu arretieren. Bei anderen Anbietern werden die Paneele waagerecht liegend ineinander geschoben und das Einrasten erfolgt durch ein spezielles Schlagholz. Manche Systeme lassen sich wieder lösen und damit wiederverwenden. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, den Belag beim Umzug mitzunehmen und in der neuen Wohnung wieder zu verlegen. |
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Laminatboden auf FußbodenheizungWenn Laminatboden auf einer Fußbodenheizung verlegt wird, funktionierte das früher nur bei einem Warmwassersystem. Mittlerweile sind aber auch spezielle Elektro-Laminatfußbodenheizungen auf dem Markt. Aber bei beiden Verlegearten sollten die Angaben des Laminatherstellers beachtet werden. Eine wichtige Grundlage bei der Verlegung auf der Fußbodenheizung ist die Folgende Hinweise müssen besonders beachtet werden: Der Untergrund muss fest, eben und trocken sein (verlegereif nach DIN 18356). Den Feuchtegehalt neuer Untergründe sollte man vom Estrichleger mit einem CM-Feuchtemeßgerät prüfen lassen. Wird der Feuchtegehalt bei Zementestrich von 2,0 CM%, bei Anhydritestrich und Anhydrit-Fliesestrich von 0,3 CM% überschritten, darf der Boden noch nicht verlegt werden. |
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![]() | Der Estrich muss fachgerecht hergestellt und immer trocken sein. Dafür ist grundsätzlich vor der Verlegung der 0,2 mm dicken PE-Folie ein ordnungsgemäßes Auf- und Abheizprotokoll auf Grundlage der DIN 4725 bei neuen als auch bei alten Estrichen zu erstellen. Die Vorlauftemperatur ist beim Aufheizen täglich um ca. 5°C zu erhöhen. Dann wird |
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Laminatboden und der SchallschutzGroße Bedeutung bei der Verlegung von Laminatboden kommt dem Schallschutz zu. Besonders bei Mehrfamilienhäusern ist man häufig den trippelschritten einer mit Stöckelschuhen bekleideten Dame in der Wohnung über einem ausgeliefert und der Verzweiflung nahe. Aber auch innerhalb der eigenen Wohnung kann ein durch das Laminat verbreitete Lärmpegel sehr unangenehm werden. Gegen die Stöckelschuhe hilft eine trittschalldämmung. Die ist mit einem, unter dem Laminatboden verlegten, 2 mm starkem Schaumvlies, einer Rippenpappe oder einem Dämmkork relativ gut in den Griff zu bekommen. Den Raumschall zu reduzieren ist dagegen relativ schwierig. Das Laminat muß den Schall schlucken. Auf dem Markt wird mittlerweile Laminat angeboten, das unterseitig mit einer Schalldämmlage ausgerüstet ist und das den Gehschall innerhalb der Wohnung reduziert. |
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