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Altes Hängeschränkchen mit Dickschichtlasur veredeln



Was die Leute alles auf den Sperrmüll werfen! Gewiss, vieles davon ist durchaus entbehrlich. Aber dieser schöne, alte Wandschrank, der einmal bessere Tage gesehen hat ... Nachdem die beiden Zierleisten wieder ihren angestammten Platz "auf dem Dach" erhalten hatten, wurde das Fundstück zunächst abgebeizt.

Der mit einem Flachpinsel aufgetragene geleeartige Abbeizer löste rasch die alten Farbschichten, die sich - zumindest auf den glatten Flächen - mit einem Spachtel leicht entfernen ließen. Nur das Türchen hatte es in sich. Hier waren die alten Anstriche besonders hartnäckig, so dass der Abbeizer mehrfach aufgetragen werden musste. Gleiches galt für die ausgefrästen Ornamente.

Anschließend wurde der Schrank mit einem Lappen und Nitroverdünnung gründlich gereinigt. Man hätte für diesen Vorgang auch Wasser nehmen können - zweifellos die umweltschonendere Methode. Dann hätte aber, bis der Schrank wieder vollkommen trocken gewesen wäre, mit der Weiterarbeit etliche Tage gewartet werden müssen.

Nachdem der Schrank mit Schmirgelpapier sorgfältig abgeschliffen war, erhielt er einen Grundierung aus einem Isolieranstrich mit Bläueschutz, der nach dem Trocknen mit feinem Sandpapier angeschliffen wurde, um hervorgetretene Holzfasern zu "köpfen" und dadurch eine glatte Oberfläche zu erzielen. Anschließend erfolgte das Zuspachteln von Ritzen und Astlöchern mit einem Holzfüller auf Epoxidharzbasis. Diese Stellen wurden nach dem Trocknen wieder leicht angeschliffen.

Letzter Arbeitsgang: Anstrich mit Dickschichttlasur auf Acrylbasis. Die Farbe ist in jedem Baumarkt und beim Fachhandel in vielen Tönen erhältlich, lässt sich leicht verstreichen und trocknet schnell. Der Pinsel wird anschließend einfach mit Wasser ausgewaschen. Die Arbeit ist beendet, und es hat sich gelohnt. Aus einem Stück Gerümpel ist ein attraktiver Blickfang geworden, um den einen mancher beneidet.

Fotos: Deutsches Lackinstitut
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