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Fachbegriffe

Anhydritestriche
Bei dieser Estrichart wird Anhydrit als Bindemittel eingesetzt. Anhydritestriche werden entweder schwimmend oder im Verbund ausgeführt und dürfen keinesfalls in Naß- oder Feuchträumen eingebaut werden. Vor der weiteren Bearbeitung muß deren Oberfläche grundsätzlich ab- oder angeschliffen werden.

Anmachwasser
Benennt die Wassermenge, die dem Mörtel hinzugefügt wird, um ihn verarbeitungsgerecht anzumischen.

Anmischen und Anmachen
Der Arbeitsgang der Materialvorbereitung. Trockenmörtel müssen vor der Verarbeitung mit sauberem Wasser (auch Anmachwasser genannt) knotenfrei angerührt werden - am besten mit einem Rührquirl.

Aufkämmen oder Durchkämmen
Bezeichnet den Arbeitsgang des Durchziehens der Auftragsmasse auf dem Untergrund - wie bei einem Fliesenkleber - mit dem Zahn- oder Kammspachtel.



Bewegungsfugen
Fugen, die konstruktionsbedingte Spannungen zwischen festen Bauteilen ausgleichen. Sie werden dauerelastisch abgedichtet. Bewegungsfugen, die bereits im Untergrund vorgegeben sind, müssen grundsätzlich bis zur Oberfläche der Bekleidung durchgeführt werden.

Bodenbelag
Die direkt benutzte und begangene Oberflächenschicht. Wird auch Oberboden genannt. Die bekanntesten Bodenbeläge sind z.B. Parkett, Laminat, Fliesen, Platten, textile Beläge usw.

Dehnungsfugen
siehe "Bewegungsfugen"

Estriche
Meist auf Zement-, Anhydrit-, Gußasphalt- oder Asphalt-/Bitumenbasis mit einer ebenen, glatten Oberfläche. Es werden "schwimmende Estriche", "Verbundestriche" und "Estriche auf Trennschicht" unterschieden.

Estriche auf Trennschicht
Dieser Estrich ist nicht fest mit dem Untergrund verbunden und liegt auf einer Trennfolie. Die Mindestdicke beträgt ca. 35 mm.



Dehnungsfugen
Die Feldgröße einer zu beschichtenden Fläche ist auf 5-6 m Kantenlänge zu beschränken. Grundsätzlich sollte das Längen/Breitenverhältnis von max. 2:1 nicht überschritten werden.

Bei stark verwinkelten Räumen oder ineinander übergehenden Flächen sollten stets rechteckige Flächen gebildet werden, an denen die Fugen anzulegen sind.

Vorsprünge oder Erker
sollten grundsätzlich vom übrigen Raum getrennt beschichtet werden. In der Regel sind hier bereits Dehnungsfugen im Untergrund vorhanden.



Fußboden
Die Bezeichnung für alle Schichten und Schalen oberhalb der tragenden horizontalen Bauteile eines Gebäudes.

Grundieren
Vorbehandlung des Untergrundes mit einer Emulsion oder einer Mörtelschlämme, um je nach Untergrund z.B. die Haftung zu verbessern, die Saugfähigkeit zu vermindern oder den Untergrund zu festigen. Grundierungen sind grundsätzlich mit einem Quast, einer Bürste oder einer Rolle aufzutragen.

Homogen
Bedeutet gleichartig, einheitlich. Ein Mörtel ist homogen, wenn das Material gründlich durchgerührt ist und sich gleichmäßig verarbeiten läßt.

Konsistenz
Beschreibt die Dick- oder Dünnflüssigkeit von Mörtel. Die verarbeitungsgerechte Konsistenz hängt von der jeweiligen Anwendungart ab und wird durch die auf Verpackungen angegebene Wassermenge erzielt.

Offene Zeit
Produkteigenschaft, die den Zeitraum zwischen Materialauftrag und der "Hautbildung" des Materials beschreibt (wichtig für die Verarbeitungszeit).

Reifezeit
Der Zeitraum, den einige Materialien zwischen Anmischen und nochmaligem Aufrühren ruhen müssen.





Schwimmender Estrich
Schwimmende Estriche sind nicht fest mit dem Untergrund verbunden und liegen auf einer Dämmschicht (Trittschall- oder Wärmedämmung) und Trennfolie. Die Mindestdicke liegt bei ca. 35 mm.

Selbstverlaufend
Eigenschaft, die die Fließfähigkeit einer Bodenausgleichsmasse beschreibt. Das Material verteilt sich fast von selbst. Um einen gleichmäßigen Verlauf zu unterstützen, wird mit einem Gummischieber, Besen oder einer Kelle gearbeitet.

Trockenmörtel
Bereits im Werk vorgemischte Mörtel, die nach Zugabe von Wasser gebrauchsfertig sind.

Trocknungszeit
Beschreibt die Zeit, die bis zu völligen Austrocknung des Materials notwendig ist. Erst danach dürfen Folgearbeiten durchgeführt werden.



Überwässern
Beim Anmischen des Mörtels wird zuviel Wasser beigefügt. Dadurch verändern sich die Materialeigenschaften.

Verarbeitungszeit
Die Zeit, in der das Material nach dem Anmischen verarbeitungsfähig bleibt.

Verbundestrich
Der Estrich ist fest mit dem Untergrund verbunden. Die Mindestdicke liegt bei ca. 20 mm.

Zementestrich
Zement ist das für die Erhärtung verantwortliche Bindemittel. Zementestriche erhärten hydraulisch und benötigen bis zur vollständigen Erhärtung mindestens 28 Tage. Erst dann sollten Bodenbeläge verlegt werden.


(mit freundlicher Unterstützung der quick-mix-Gruppe)

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